Trauer um Künstler Makis Efthymios Warlamis

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An Verabschiedung des verstorbenen österreichisch-griechischen
Allroundkünstlers am 9. Jänner in Schrems nehmen Bischof Küng,
Metropolit Arsenios und Landeshauptmann Pröll teil

St.Pölten, 29.12.2016 Efthymios Makis Warlamis, aus Griechenland
stammender, seit langem in Österreich lebender und wirkender
Allroundkünstler, ist am Dienstag im 75. Lebensjahr verstorben. Die
Wertschätzung für den vielseitigen Kunstschaffenden mit zahlreichen
internationalen Ausstellungen und Träger des Österreichischen
Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst kommt auch bei seiner
Verabschiedung am 9. Jänner um 14 Uhr in Schrems zum Ausdruck: An der
von Stadtpfarrer Herbert Schlosser geleiteten Trauerfeier nehmen u.a.
der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng, der griechisch-orthodoxe
Metropolit Arsenios und der niederösterreichische Landeshauptmann
Erwin Pröll teil.

Für ihn sei die Beziehung zu Christus nichts Theoretisches, sondern
eine Erfahrung, die ihn von Kindheit an präge, sagte Warlamis einmal
anlässlich einer Ausstellung. Zur Zeit des griechischen Bürgerkrieges
in den 1940er Jahren habe er mit seiner Mutter in einer Kirche
Zuflucht gefunden, die Christus-Ikone darin sei ihm Trost und Schutz
gewesen. Er habe es immer wieder «gewagt, christliche Themen wie
Golgotha, die Auferstehung und die Geburt Christi zu malen», so
Warlamis. Für ihn sei es «an der Zeit», dass sich die Kunst in Bezug
auf Glauben und Religion «zurückmeldet».

Der 1942 in Griechenland geborene Warlamis war Architekt, Maler,
Designer, Dichter, Schriftsteller, Pädagoge und Museumsgründer. Seit
50 Jahren lebte er in Österreich, war verheiratet mit der Künstlerin
Heide Warlamis und Vater der in den USA lebenden
Politikwissenschaftlerin Daphne Warlamis. Der Verstorbene pflegte
Kontakt mit zahlreichen international bekannten Persönlichkeiten wie
Mikis Theodorakis und Friedensreich Hundertwasser, aber auch mit Papst
Benedikt XVI. und dem ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I.

«Für Warlamis war die Kunst ein Medium, das alle Bereiche des Lebens
durchdringt, gestaltet und erneuert», heißt es in einem am Donnerstag
veröffentlichte Nachruf. Er habe sich und seine Kunst eingesetzt für
Verständigung und Dialog zwischen den Kulturen und Generationen.
Warlamis lehrte an verschiedenen europäischen Universitäten,
initiierte und leitete 1995 die «World Ecological Academy of
Santorini» und leitete 1988 die Meisterklasse für experimentelle
Architektur an der Internationalen Salzburger Sommerakademie in
Zusammenarbeit mit Friedensreich Hundertwasser. Gemeinsam mit seiner
Frau gründete und leitete er 1992 das Internationale Zentrum für Kunst
und Design «I.DE.A.» sowie 2009 das Kunstmuseum Waldviertel in
Schrems.

Warlamis begann sein Werk im Umfeld der radikalen Wiener
Architektenavantgarde der 1970er Jahre mit Ausstellungen,
experimentellen Kunst- und Architekturprojekten, sowie
soziokulturellen und städtischen Forschungsprojekten, und entwickelte
sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem «Gesamtkunst-Künstler. Zu
seinen architektonischen Arbeiten zählen u.a. das Projekt für die
Musikhalle Hamburg, die Kirche der Frohen Botschaft in Waidhofen/Thaya
und das Kunstmuseum Waldviertel mit dem Skulpturenpark. Über sein
Planungskonzept für eine Krypta für den Apostel Paulus schrieb
Benedikt XVI. an Warlamis: «Ich finde es bewegend, dass Sie Ihre
Arbeit als Architekt als theologischen Auftrag auffassen… In meinen
Gedanken und Gebeten begleite ich Ihre Arbeit…»

Warlamis’ malerisches Oeuvre umfasst zahlreiche große Bilderzyklen wie
«Christus Heute». Seine Werke sind vertreten in internationalen
öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a. in der Wiener Albertina,
Wien, dem Mumok Wien, im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt und in
der Sammlung des Landes Niederösterreich.

 

KAP

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