Von Nordepirus bis Konstantinopel Wiener OSZE-Tagung mit griechischen Anliegen im Fokus

thraki

 

Von Heinz Gstrein

Griechische Themen haben bei der OSZE-Konferenz „Ethnische Minderheiten, Brückenbau und Integration“ am 10. und 11. November in der Wiener Hofburg eine wichtige Rolle gespielt. Besonders aktuell war nach den letzten Zwischenfällen die Lage der griechischen Minderheit in Albanien. Die „Nationale Vereinigung Nordepirus 1914“ forderte in dem Tagungsdokument „Bericht über die jüngsten beunruhigenden Ereignissen in Himara“ von Tirana die rasche Abstellung seiner minderheitsfeindlichen Politik, die gerade an der nordepirotischen Küste von Saranda aufwärts schon notorisch ist. Die albanische OSZE-Vertretung blieb jede Antwort schuldig.

Prof. Jens Woelk von der Universität Trient, der über die Schaffung von „Euroregionen“ für grenzüberschreitende Minderheiten am deutsch-dänischen Beispiel von Schleswig referierte, erwähnte im Gespräch auch Epirus als künftig mögliche Euroregion. Im Fall Makedoniens und Thrakiens würde sich das schwieriger gestalten. „Euroregionen“, wie sie die EU seit 2011 offiziell propagiert, hatten schon in den 1970er Jahren die in Griechenland besonders regen „Jungen Europäischen Föderalisten“ vorgeschlagen.

Die „Föderation westthrakischer Türken in Europa“ (ABTTF) beklagte sich über Schwierigkeiten beim Bau der Athener Moschee, die Lage der Muslimminderheit im griechischen Westthrakien und eine allgemeine Diskriminierung des Islam in Griechenland mit gleich drei Eingaben. In diesen wurde sogar im Gegenzug die Aufhebung der Religionsfreiheit für griechisch-orthodoxe Christen in der Türkei gefordert. Die „Ökumenische Föderation der Konstantinopler“ (EFECON) wies darauf in ihrer Darstellung auf die Tatsache hin, dass die Türkei selbst die Verpflichtungen aus dem Frieden von Lausanne 1923 gegenüber den christlichen Minderheiten nicht erfüllt: Zahlreiche Kirchen, Klöster und Schulen sind beschlagnahmt (mazbut), die orthodoxen religiösen Stiftungen (vakif) lahmgelegt und vor allem die Theologische Hochschule von Chalki schon 45 Jahre von staatswegen geschlossen.

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