Orthodoxer Theologe Keramidas: Chieti ein ökumenischer Erfolg!

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von Heinz Gstrein

Saloniki. Die September-Runde des 1980 eröffneten orthodox-katholischen Dialogs im italienischen Chieti hat diesem nach zwei eher schwierigen Jahrzehnten neues Leben und frischen Schwung verliehen. So lautet das Urteil des aufstrebenden orthodoxen Nachwuchstheologen Dimitrios Keramidas. In seiner Chieti-Nachlese „Orthodoxe, Katholiken und ihre gemeinsame Verpflichtung zur Synodalität“, die im Athener Kirchenportal „amen.gr“ erschienen ist, wertet er die Erklärung dieser 14. Vollversammlung der Gemeinsamen Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Römisch-katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche als ost/westkirchliche „Weiterentfaltung der sakramentalen Natur der Kirche“.
Das am 21. September verabschiedete Dokument „Synodalität und Primat im ersten Jahrtausend. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis im Dienst der Einheit der Kirche“ füge sich ergänzend in die Reihe der Erklärungen von München (1982), Bari (1987) und Neu Valamo (1988) ein und habe dem bisher nicht von allen orthodoxen Teilnehmer-Kirchen gebilligten Ravenna-Dokument von 2007 „Ekklesiologische und kanonische Konsequenzen der sakramentalen Natur der Kirche. Kirchliche Communio, Konziliarität und Autorität“ zu voller Anerkennung verholfen.
Was nun als nächstes geklärt werden müsse, sei die Kernfrage, ob im ersten christlichen Jahrtausend der römische Papst als Primas der Gesamtkirche auch über sein abendländisches Patriarchat hinaus Jurisdiktionsrechte im Bereich der morgenländischen Patriarchen ausgeübt hat.
Der 1972 im nordgriechischen Katerini geborene Keramidas hat in Saloniki orthodoxe Theologie studiert und sich anschließend auf die Gebieten Ökumene und Mission spezialisiert. Er gehört dem Vorstand des namhaften „Ökumenischen, missionswissenschaftlichen und ökologischen Studienzentrums Metropolit Panteleimon Papageorgiou“ an. Dieser 1902 geborene Athos-Mönch war von 1951 bis zu seiner Absetzung durch die griechische Militärdiktatur 1968 Metropolit von Saloniki. Auch nach seiner Amtszeit hatte er sich bis zum Tod 1979 gesamtchristlichen Anliegen gewidmet. Am Studienzentrum seines Namens betreut Dimitrios Keramidas zur Zeit das Projekt „Luther und der ökumenische Dialog. Die Bedeutung der ersten Kontakte der Reformation mit der orthodoxen Kirche unter dem Licht der Ökumenischen Bewegung von heute“.
Keramidas machte zuletzt auch auf dem katholisch-orthodoxen Kongress zur Neuevangelisierung vom 27.-31. August in Saloniki (s. öki…) mit dem Referat „Mission und Orthodoxie: Ein nötiges Bekenntnis oder Hinwendung zur Welt?“ auf sich aufmerksam. Er ist Autor von „Ortodossia greca ed Europa“ (Citadella Editrice, Assisi 2016).

πηγή öki

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