Albanische Orthodoxie feiert Wiedererstehen mit einem E-Werk

veshtrimi

 

Heinz Gstrein

Librazhd. Durch einen Beitrag zur wirtschaftlich-sozialen Aufwärtsentwicklung im postkommunistischen Albanien beging dessen orthodoxe Kirche Mitte August das Jubiläum ihres Wiedererstehens aus den Katakomben mit der verspäteten albanischen Wende von 1991: Erzbischof Anastas Yannulatos weihte in Librazhd am oberen Shkumbin ein von der Kirche finanziertes Flusskraftwerk ein. Dieses soll der ganzen völlig heruntergekommenen Region billige Energie und Arbeitsplätze schaffen und aus seinen Einkünften kirchliche Sozialwerke wie Schulen und Krankenhäuser finanzieren. Früher lag das Städtchen an der Eisenbahnlinie von Albanien nach Makedonien, die aber seit Jahren eingestellt ist. Von den verschiedenen in kommunistischer Zeit angesiedelten Industriebetrieben arbeitet nur noch eine Schnapsbrennerei. Ihre Produkte – Weinbrand und Raki – werden fast nur lokal konsumiert, da die ganze Gegend vom Alkoholismus verfallen ist. Landflucht und Emigration sind in Librazhd besonders hoch: Von seinen 1991 rund 17 000 Einwohnern leben heute nur noch knapp 6 000 in dem Ort und seiner Umgebung.

Erzbischof Anastas, der vor 25 Jahren die orthodoxe Afrikamission mit der Neuevangelisierung Albaniens vertauschte, hat dessen Ostkirche aus dem Nichts zu nie dagewesener Blüte geführt. Als Folge des völligen Religionsverbotes unter Albaniens Stalin Enver Hoxha zwischen 1967 und 1985 stellte sich dort nicht das Problem der Belastung durch eine kommunistenhörige Kollaborantenkirche wie in Russland, Rumänien und vor allem Bulgarien. Anastas konnte mit Geistlichen aus der Diaspora und der albanischen Minderheit in Griechenland völlig neu beginnen und gleichzeitig einen jungen Klerus heranbilden. Im albanischen Episkopat stehen heute Anastas und zwei „Altbischöfen“ schon vier Oberhirten zur Seite die das neue Albanien repräsentieren.

Die Albanische Orthodoxe Kirche ist seit ihrem Wiedererstehen stark sozial und ökumenisch ausgerichtet. Darin unterscheidet sie sich von der übrigen postkommunistischen Orthodoxie im ehemaligen Ostblock.

πηγή    öki

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