Säkuläre EU gibt Albanern schlechtes Beispiel

 

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von Heinz Gstrein

Tirana. Der orthodoxe Erzbischof von Albanien, Anastasios Yannulatos, beklagt zum Neuen Jahr die zunehmend religionsfeindliche Einstellung bei Institutionen der Europäischen Union sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE): „Ich habe den Eindruck, dass Europa in den letzten Jahren einen falschen Weg einschlägt. Es gibt systematische Bestrebungen, alles was christlich ist, zu untergraben.“ Im Namen der Menschenrechte würde aggressiver Säkularismus betrieben und versucht, warnende christliche Stimmen zu Praktiken wie Abtreibung, so genannter Sterbehilfe und eines Hochjubelns der Homosexualität mundtot zu machen. „Dem müssen wir die Vision entgegensetzen, dass die Kirche einen Faktor des Fortschritts, der Kreativität und Hoffnung darstellt.“

So äußerte sich das Oberhaupt der Albanischen Orthodoxen Kirche vor dem Hintergrund frischer Religionsfeindschaft vor Ort. 25 Jahre nach dem Ende des „Ersten Atheistischen Staates der Welt“ in Albanien mit der dort verspäteten Wende von 1991 regt sich bei Behörden und Politikern wieder Aggressivität, besonders zu Lasten der orthodoxen Kirche. So wurden in den letzten zwei Jahren mehrere Kirchen, die unter den Kommunisten als Kulturhäuser dienen mussten, wieder in solche rückverwandelt. Zudem unternimmt die Polizei so gut wie nichts gegen Kirchenräuber, die Ikonen und liturgische Geräte plündern und dann im In- und Ausland verkaufen. Diese geschäftsträchtigen Vandalen überschreiten neuerdings sogar die albanischen Grenzen: So räumten sie im griechischen Bergdorf Oreino die Pfarrkirche völlig aus: Ikonen, Evangeliar, Kelch, Altarkreuz, zwei historische Kirchenfahnen und das reich goldbestickte Grabtuch (Epitaphios).

Systematisch wird dieser Kirchenraub im von Albanern bewohnten Westen der Republik Makedonien betrieben. Von dort sind allein im letzten Jahr 476 Ikonen „verschwunden“, nach Albanien gebracht und von dort weiterverkauft worden, vor allem in Länder der Europäischen Union. „Wenn diese keine Ehrfurcht vor dem Heiligen mehr kennt, wie sollen das dann unsere Menschen lernen, die seit der Wende auf die EU als Vorbild blicken“, hält Erzbischof Anastasios abschließend fest.

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