Von 1821 bis heute: Österreichisch-griechischer Zusammenhalt

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Im Zeichen der Verbundenheit von Österreich mit Griechenland von dessen Unabhängigkeitskampf bis zum heutigen Ringen ums wirtschaftliche Überleben standen in Wien die diesjährigen Feiern zum Nationalfeiertag des 25. März. Ihr Höhepunkt war ein „Griechischer Abend“, den der „Interkulturelle Verein Makedonien“ im Rathauskeller veranstaltete. Als Ehrengast gedachte Metropolit Pavlos Ioannou von Sisanion und Siatista des besonderen Beitrags westmakedonischer Gelehrter und Mäzene zum kulturellen Leben in Wien von der Gründung der ältesten griechischen Zeitung „Ephimeris“ 1784 durch den Rigas-Gefährten Georgios Markidis Pouliou bis zum Stifter des „Musikvereins“ Nikolaos Doumbas (1830-1900). Der Wiener Kommunalpolitiker Volkmar Harwanegg erinnerte daran, wie österreichische Jungsozialisten zwischen 1967 und 1974 mit Demonstrationen und Mahnwachen gegen die Vergewaltigung des griechischen Volkes durch die Athener Militärdiktatur protestiert und den Familien ihrer Opfer mit Aktionen der „Roten Hilfe“ beigestanden hatten. Es sei daher kein Zufall, dass es auch in der gegenwärtigen Finanz- und Sozialkrise ausgerechnet ein Bundeskanzler Werner Faymann war, der dem neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras Verständnis bekundete, Unterstützung zusagte und ihn als erster EU-Regierungschef am Wiener Ballhausplatz empfing. Griechenlands Botschafterin Chrisoula Aliferi unterstrich die fruchtbare Wechselbeziehung zwischen griechischer Aufklärung an der Donau und der nationalen Erhebung von 1821. Als Veranstalter konnte der Präsident des Wiener Vereins „Makedonien“, Charilaos Zikos, auf den interkulturellen Reichtum von Griechenlands makedonischem Norden hinweisen, der sich in dessen Wiener Diaspora von einst und jetzt widerspiegelt.

In diesem Sinn spannte sich auch der musikalische Rahmen der Veranstaltung von dem Wiener Ensemble „Die Griechen“ bis zur Tanz- und Gesangsgruppe der „Voiaki Estia“ aus Thessaloniki. Eingeladen und angereist war auch eine der heute seltenen griechischen Blasmusiken der berühmten Familie Tsaknaki aus Voio bei Kozani. Doch ereilte den Trompeter Anastasios Tsaknakis nach der Ankunft in Wien ein plötzlicher Tod. Seiner wurde darauf am Abend in ergreifenden Totenklagen gedacht, mit „Moirologia“ aus der griechisch-makedonischen Heimat. Mit einer Minute des Schweigens ehrten alle Anwesenden das Andenken von „Stasi“ und der im Freiheitskampf von 1821 Gefallenen.

Text: Heinz Gstrein

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